Finanzdirektorin der Stadtgemeinde Ansfelden

Vom Rechnungshof kommend agierte ich in der Funktion einer Finanzdirektorin unverändert unparteilich und politisch unabhängig“, um die verschuldete Stadtgemeinde wieder aus ihrer Rolle einer "Abgangsgemeinde" zu befreien und nachhaltig auf "gesunde Beine" zu stellen. Gründe für diese Entscheidung lagen

* einerseits in der fehlenden Karriereentwicklung innerhalb des Oö. Landesrechnungshofes (nach Erlangung der Funktion „Projektleiterin“ und Neubesetzung des Oö. Direktorenpostens)

* andererseits daran, dass ich mich der Herausforderung stellen wollte, eigene Empfehlungen auch tatsächlich in meinem persönlichen Verantwortungsbereich erfolgreich umsetzen zu wollen.

Damit wollte ich auch einer immer wiederkehrenden, latenten Kritik und einem "versteckten Vorwurf" seitens der Prüfkundinnen und Prüfkunden an uns „Rechnungshofprüfer" entgegnen, Empfehlungen seien nicht sinnvoll oder nicht erfolgversprechend.

Mit meinem Know How und Einsatz konnte ich beweisen, dass man trotz äußerst schwieriger Start- bzw. Rahmenbedingungen in der Lage ist, mit konsequentem Sparkurs und sinnvollem Einsatz von Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger, eine Gemeinde wieder zu "gesunden".

Mit Abschluss dieses Projektes, dem – für die Stadtgemeinde Ansfelden - erworbenen Status: „Nichtabgangsgemeinde“ (zuvor: „Abgangsgemeinde“) konnten die Erfolge belegt und zudem eine gute finanzielle Basis für die Zukunft geschaffen werden. Dies insbesondere im Hinblick darauf, auch künftig schwierige und kostenintensive Situationen gut zu meistern und den nachfolgenden Generationen gesunde Grundlagen zu hinterlassen.

Zur Erreichung dieses Ziels plante ich strategische Neuausrichtungen mittels Finanz, Struktur- und Prozessverbesserung, neben strikter Kostenkontrolle, Lukrieren von Effizienzpotentialen und Umsetzen von "sinnvollen Sofortmaßnahmen".

Wesentlichste Erfolge und Maßnahmen dabei waren:

(Zahlenmaterial wurde aus Datenschutzgründen nicht angeführt)

Erfolge:

  1. Der Rechnungsabschluss konnte trotz negativem Voranschlag zur Gänze ausgeglichen werden

  2. Dies zudem mit der Besonderheit, dass dieser Ausgleich des ordentlichen Haushalts erstmals wieder seit vielen Jahren ohne Grundverkäufe stattfand.
  3. Im Hinblick auf die Gesamtentwicklung konnten die Plandefizite um rd. 60% reduziert werden
  4. Die Steigerung der Finanzkraft konnte ausgebaut und auf eine gesunde Basis gestellt werden
  5. Die Gesamtausfinanzierungsquote im a.o. Haushalt konnte auf 86 % erhöht werden
  6. Die ausständigen Landesvorgaben zu den Wasser – und Kanalgebühren wurden zur Gänze umgesetzt
  7. Die Verschuldung pro Kopf konnte in Benchmark mit anderen Gemeinden wesentlich verbessert werden (Platz 37 der 444 Gemeinden) - Die Gesamtdifferenz zur „Benchmarkgemeinde“ wurde um 30% verringert
  8. Alle vom Land OÖ zur Verfügung gestellten Bedarfszuweisungs (BZ) – Mittel konnten zur Deckung des Altabgangs herangezogen werden.
  9. Personalkosteneinsparungen konnten trotz Lohnsteigerungen im Zeitraum 2009–2013 um fast 4% gesenkt werden
  10. Künftige Einsparungspotentiale konnten durch diverse Maßnahmen und Projekte initiiert und im Anschluss auf Schiene gestellt oder umfassend umgesetzt werden

Maßnahmen:

  1. Erstellung und Implementierung eines zweckmäßigen Budgetierungsprozesses

  2. Einsatz von Globalbudgets zur Ergebnisverbesserung
  3. Transparenzsteigernde Maßnahmen für die kommunale Politik zur Entscheidungsfindung (Vertrauen stärken für einen gemeinsamen Erfolg)
  4. Strategisch neue Grundausrichtung der gesamten Finanzabteilung (Förderwesen, Prozess-Ablaufverbesserungen)
  5. Initiierung „Facility Management – Projekt“, wird mittelfristig große Vorteile bringen“
  6. Ausarbeitung wichtiger Investitionsstrategien (wurden Politik vorgelegt)
  7. Umsetzung bestehender Studie zur effizienten Verwaltungsführung
  8. Durchleuchten diverser Stellenbeschreibungen (Umstrukturierungen, Nicht – Nachbesetzungen einzelner Pensionierungen) usw.

Eine Vielzahl von Verwaltungsprozessen wurden analysiert, die nächsten Schritte eingeleitet oder zur Gänze umgesetzt.